GeoBIM sia 2051
Mit dieser Nachricht bittet der KGK-Vorstand um Ihre Mitarbeit in der zukünftigen Arbeitsgruppe "Geoinformation" im Rahmen der SIA BIM-Standardisierung.
Wie Sie wissen, ist die digitale Transformation ein disruptiver Prozess, der viele Bereiche unserer Arbeitswelt verändert. Die Schweizer Bauwirtschaft ist von diesem Wandel, der sich auf alle Lebensphasen eines Gebäudes (Planung, Bau, Betrieb, Rückbau) auswirken wird, besonders betroffen. Aufgrund der engen Verknüpfung mit der Bauindustrie werden sich die Änderungen auch auf die Geobranche auswirken. Umgekehrt kann die Geobranche ihre langjährige Erfahrung mit digitalen Arbeitsabläufen in die Bauindustrie einbringen.
Vor einigen Jahren hat der SIA die Norm 2051 zur BIM-Methodik veröffentlicht, um die Terminologie zu vereinheitlichen und Methoden für den Einsatz von BIM in der Schweizer Bauwelt bereitzustellen. Der SIA hat kürzlich beschlossen, die SIA-BIM-Standardisierungskommission neu zu organisieren, indem mehrere Arbeitsgruppen in direkter Verbindung mit den von Building Smart International getragenen internationalen Standards (data exchange, Level Of Information Need, data dictionnaries, terminology, …) gegründet wurden. Die SIA-BIM-Standardisierungskommission hat auch die Gründung einer Gruppe zum Thema Geoinformation in Verbindung mit BIM geplant.
Die Aufgabe der Arbeitsgruppe "Geoinformation" im Rahmen der BIM-Standardisierung ist die Mitwirkung bei der Entwicklung, Überprüfung und Verifizierung von normativen Dokumenten zum Thema "Geoinformation" für die internationalen Standardisierungsgremien (CEN, ISO). Eine weitere wichtige Aufgabe dieser Gruppe ist es, dafür zu sorgen, dass die Aktivitäten der BIM- Standardisierungskommission und der zugehörigen Arbeitsgruppen Themen aus dem Bereich Geodaten und GIS angemessen berücksichtigen. Die Arbeitsgruppe dient als SPOC (Single Point of Contact) für alle Fragen aus den Bereichen Geodaten, GIS und Geomatik für die Kommission und ihre Arbeitsgruppen. Die Arbeit der Arbeitsgruppe wird sich über einen Zeitraum von 2 bis drei 3 Jahren erstrecken.
Die KGK wurde gebeten, diese Arbeitsgruppe zu leiten und ihre Erfahrungen mit Geoinformationen in die Welt der BIM-Standardisierung für die Schweiz einzubringen. Der Vorstand beschloss, sich an seine Mitglieder zu wenden, um Kantone zu identifizieren, die an einer Beteiligung interessiert sind.
Es werden zwei Ansätze vorgeschlagen:
|
A.
|
Die Gruppe wird von einer Person aus einem Kanton geleitet, die mit BIM, der Baubranche und der Geoinformationen vertraut ist. Es ist mit einem Arbeitsaufwand von ca. 3 bis 4 Tagen/Monat zu rechnen (Konstituierung der Arbeitsgruppe, Leitung und Gruppensitzungen, Verbindung mit anderen SIA-Arbeitsgruppen usw.). Diese Person wird auch in Kontakt mit dem GeoBIM Themenleiter der KGK stehen (Laurent Niggeler).
|
|
B.
|
Die Gruppe wird von einem Beauftragten geleitet, der von mehreren interessierten Kantonen finanziert wird; es wurde ein jährliches Mandat von CHF 50'000.- pro Jahr geschätzt. Dieser Ansatz ermöglicht es der KGK, in dieser Gruppe durch ein Unternehmen, das unser Gebiet kennt, ihre Absichten einzubringen und an der Standardisierung zwischen GIS und BIM teilzunehmen. Die finanziellen Aufwände des Mandats würden auf die interessierten Kantone aufgeteilt. Der GeoBIM-Themenleiter der KGK wird dieses Mandat bei Bedarf koordinieren und weiterverfolgen.
|
Falls Ihr Kanton an einer aktiven Teilnahme an dieser Arbeitsgruppe interessiert ist, wird er gebeten, sich bis zum 7. Mai 2021 per E-Mail an Nicolas Staib, Projektleiter Geoinformation bei der KGK (nicolas.staib@kgk-cgc.ch), unter Angabe des von ihm bevorzugten Ansatzes und ggf. der Höhe seiner Beteiligung zu melden.
Dies ist eine wichtige Gelegenheit für die KGK und ihre Mitglieder unsere digitale Erfahrung in die Welt des Bauwesens einzubringen und die Schnittstellen zu gestalten, die unser Berufsstand in Zukunft für den Austausch von Geodaten benötigen wird.
Wir bedanken uns herzlich für Ihr Interesse und grüssen Sie herzlich.
|